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Geschichte.
Die Selfoss-Kirche wurde in den Jahren 1952 – 1956 gebaut und am Palmsonntag 1956 eingeweiht. Der Architekt war Bjarni Pälsson, Direktor der Berufsschule in Selfoss. In den Jahren 1978 – 1984 wurde das Gebäude mit einer Vorkirche und einem Turm vergrößert und später entstand das Gemeindehaus mit Küche und mit Versammlungsräumen.

Obwohl die Geschichte der Kirche nicht sehr lang ist , hat sie schon Spuren in die isländische Kirchengeschichte des 20. Jahrhunderts gelegt. Der erste Gemeindepfarrer, SigurBur Pälsson (gest. 1987) hatte großes Interesse an der alten Liturgie und führte das alte, klassische Gesangbuch wieder ein, das „Graduale“, oder „Grallari“ , in der Alltagssprache genannt wird. Dieses Graduale wurde zuerst im Jahre 1594 herausgegeben und enthält Gesang und Psalme für den Gottesdienst. Im internationalen Zusammenhang wird dieses Graduale dem Papst Gregor zugeschrieben. Im „Grallari“ ist der liturgische Gesang sowohl der isländischen Sprache als auch der evangelischen Theorie angepaßt. Gekannt ist die Betonung der Reformatoren, daß der Gottesdienst in der Muttersprache vorgetragen werden sollte, damit Die Gute Nachricht allen vermittelt werden konnte, auch denen, die kein Lateinisch verstanden. Latein hat in der katholischen Messe bis in dieses Jahr-hundert als Hauptsprache gedient. Der Gottesdienst in der Selfoss-Kirche hat sich immer nach dem isländischen „Grallari“ gerichtet und viele sind der Meinung, daß das Interieur der Kirche auch daran erinnert.

Die Selfoss-Kirche befindet sich in einer jungen Stadt, die in wenigen Jahren sehr gewachsen ist. Diese Stadt und ihre Kirche wachsen und gedeihen zusammen.